Geburtstagswünsche für Oma

Mann und Kinder, Enkel Hund,
Du bist Mutter, Omi, Frau!
Gar manchmal wird es Dir zu bunt,
doch Du verdienst unsern Kotau.
Du führst die gute Unterhaltung,
weißt manches besser, als die Gäste
und diese Art Lebensgestaltung
gefällt mir - Oma - auf das Beste.
Gerne, Oma, seh' ich Dich
und jedes Mal erfreut es mich
und ich bilde mir halt ein,
bei Dir war's und wirds' am Schönsten sein.
Ich bewundere Dich bis in alle Ewigkeit,
ich freu mich auf die Zeit zu zweit,
auf all' die Abende und Morgen,
Du wirst solang' Du kannst, Dich um uns sorgen.

Wie du oft auf dem Bettrand saßest,
die trockene Kruste in Kaffe weichtest,
uns armen, blassen Kindern reichtest
und dann selber aßest -
Die alten Kissen
rotkariert, mager, zerschlissen,
und du: blaß wie die gekalkte Wand;
und immer zitterte die knochigdürre Hand:
Großmutter, das vergeß ich nicht.

Eltern, die ich zärtlich ehre,
mein Herz ist heut voll Dankbarkeit.
Der treue Gott dies Jahr vermehre,
was Euch erquickt zu jeder Zeit!
Der Herrn, die Quelle aller Freude,
verbleibe Euer Trost und Teil;
sein Wort sei Eures Herzens Weide
und Jesus das erwünschte Heil.
Ich danke für alle Liebesproben,
für alle Sorgfalt und Geduld,
mein Herz soll alle Güte loben
und trösten sich stets Eurer Huld.
Gehorsam, Fleiß und zarte Liebe
verspreche ich auch dieses Jahr.
Der Herr schenk mir nur gute Triebe
und mache all mein Wünschen wahr.

Die Mutter Gottes im Himmel
hat ein Fenster für sich allein.
Das sitzt sie die ganzen Tage
und schaut in die Welt hinein.
Und hinter ihr steht ein Engel,
der schreibt in ein Buch genau,
was von den guten Kindern
ihm sagt die hohe Frau.
Was aber die bösen machen,
das sagt sie dem Engel nicht:
Der würde das garnicht glauben,
so sanft ist sein Gesicht.

Deine Enkel, Enkelinnen empfehlen, täglich morgens
vor dem geöffneten Fenster, tief atmend zu sprechen:
Mich Oma, oh Conium, oh Conium
beschütze vor Delirium.
Ich will auch gerne Knoblauch nehmen,
um das Altern zu bezähmen,
dann Schwedenbitter, welch Genuss,
verschiedene Tees, teils Kaltaufguss.
Doch Pillen mit zuviel Chemie,
ich meide sie, ich meide sie!
Bei Oma zu essen gibt's Gemüse, Lauch,
das stillt den Hunger, füllt den Bauch.
Magnesium das Herz von Oma stützt.
Vom Kopf bis zu der großen Zeh
hilft Oma schließlich Vitamin B.
Der Seele dient Omas Körper als Behälter
und beide werden täglich älter.

Das weiß die ganze Spielerschar,
die Gisela wird fünfzig Jahr
und alle gratulieren.
Sie ist beim Kartenspiel gern dabei,
einerseits beim Spiel für Zwei,
andererseits beim Spiel von Vieren.
Soll auch künftig Tag für Tag
gelingen, wie Sie's selber mag
und nichts daneben gehen.
Dann bleibt sie aktiv und auch fit
und macht noch viele Spiele mit,
denn Kartenspiel ist so schön.

Oma Du feierst heut' Dein großes Fest
dazu wünsch ich Gesundheit, das Allerbest'.
In 80 Jahren gab's für Dich viel Freud',
natürlich auch manchmal etwas Herzeleid.
Eigentlich zählen nur die schönen Stunden,
die andern sind doch überwunden.
Und war's auch manchmal etwas schwer
kam von irgendwo eine Lösung her.
Mit Deinem Lächeln hast du viel Freude geschenkt,
es tat uns gut, hat uns gefreut und abgelenkt.
Auch im Alter wirkt Lächeln wie Sonnenschein,
es müssen nicht immer viele Worte sein.
Drumm' wünsch ich Dir von Herzensgrund,
lächle wenn's geht und bleib sehr gesund,
so, dass wir Dir auch können bringen im nächsten Jahr
Geburtstagswünsche für's dann neue Lebensjahr.

Wir wünschen der besten Oma auf der Welt
Ein Leben wie es ihr gefällt
Noch viele Kuchen sollen Dir gelingen
Deine Shopping-Touren dir Freude bringen
Vergönnt sei Dir noch manches Tänzchen
Und noch viele Kaffeekränzchen
Wir gratulieren Dir zu Deinem Fest
Du bist für uns die Allerbest´
Wir Wünschen Dir für alle Zeit
Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Was sind schon vierundsechzig Jahre
im großen Weltgeschehen,
was hast in dieser Zeit
Du von der Welt gesehen?
Die Welt zeigt schöne Bilder,
Länder, Berge, Seen,
in der Heimat, in der Ferne
am Himmel Sterne stehen.
Jeder Tag schenkt genügend Zeit Dir
um vieles anzuschauen,
Du magst bewundern und erleben
dies möge Dich erbauen.
Doch kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
was Dich in Wahrheit hebt und hält,
muss in Dir selber leben.

Wenn schwarze Wolken sich auftaten
und mir kein Ausweg mehr erschien,
ging ich schnurstracks zu dem Garten
zu meiner lieben Oma hin.
Sie roch nach Äpfeln und nach Rosen,
hatte immer Zeit, ein offenes Ohr,
die Welt um uns, sie konnte tosen,
Oma bewahrte mich davor.
Nimm’ Äpfel, Großmutter, und Rosen,
ich bin so froh, dass es Dich gibt,
die kleinen Dinge, nicht die großen,
haben wir immer schon geliebt.