Geburtstagssprüche für Freund

Es ist kein Verbrechen,
den Mund zu öffnen, um zu sprechen.
Vermeide nur Gemütserregung,
sprich lieber sanft mit Überlegung,
denn mancher hat sich schon beklagt:
"Ach, hätt' ich das doch nicht gesagt.

Du hältst Dich gut und bist recht fit -
auf jeden Fall im Augenblick.
Man hält es wirklich kaum für wahr,
dass seit Deinem Vierzigsten sind vergangen 10 Jahr.
Auch wir zählen inzwischen 10 Lenze mehr,
doch wir tragen daran bis jetzt nicht schwer.
Man sieht's zwar vereinzelt an Bauch und Haaren,
dass man nicht mehr ist ganz jung an Jahren.
Doch wirklich schnell verging die Zeit,
und bis zum Fünfundfünfzigsten ist's gar nicht mehr weit.
Das Leben bisher lässt sich wie folgt definieren:
Einst krappeltest Du auf allen Vieren
dann wurdest Du entwöhnt vom Schnuller,
die Zeit verging und schließlich rückte die 5 vor den Nuller.

Gern besuche ich Dein Haus
mit einem großen Blumenstrauß,
weil Du mir so wichtig bist
und heute Dein Geburtstag ist.

Wirklich, er war unentbehrlich,
überall, wo was geschah,
zu dem Wohle der Gemeinde,
er war tätig, er war da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn, da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt' er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
war er aber richtig auch dabei.

Wenn alle Freunde gehen
und Dunkelheit Dich quält,
sollst Du den Lichtstrahl sehen,
der Dir Dein Herz erhellt.
Wenn einstmals Du allein bist,
erfasst vom Strom der Zeit,
sei sicher, dass da eine ist,
die an der Seit’ Dir bleibt.
In Deinem neuen Erdenjahr
soll’s schöner sein, als es jemals war.

Ein Haar fiel in den Suppentopf
der Koch schilt den armen Tropf:
Warum hast du nicht deinen Schopf
gebunden zu einem festen Zopf -
dein Hemd dir in die Hose stopf -
liebe Güte – da fehlt ja ein Knopf….
Der Junge denkt - gesenkt den Kopf
Hör endlich auf du Sauertopf
vor Wut kriegst du noch einen Kropf -
dein Adamsapfel – wie ein Pfropf -
hüpft auf und nieder – und mit deinem Schopf
siehst aus wie ein Wiedehopf.

Es war in Bielefeld - es war so bitter kalt. (oder irgendwo)
Ich sah ein Weib, das nichts als eine knappe
Hemdhose trug. Dass ich erschauerte
und ihren kalten Zustand heiß bedauerte.
Ich wäre gar zu gern zu zweit gewesen.
Nun stand ich vor der reizenden Gestalt,
mußte herabgesetzte Preise lesen,
und ach, die Ladenscheibe war so kalt.
Der Frost entlockte meiner Nase Tränen.
Die Dame schwieg. Die Sonne hat gelacht.
In mir war qualvoll irgendwas entfacht.
Es kann kein Mann vor Damenwäsche gähnen.

Gar mancher seufzt auf dieser Erden:
"Könnt ich noch mal geboren werden,
so würd' ich in den künftigen Jahren
vor mancher Torheit mich bewahren."
Jedoch sein Freund, der lacht und spricht:
"mein Lieber, das glaub ich Dir nicht".

Geboren ward er ohne Wehen
Bei Leuten, die mit Geld versehen.
Er schwänzt die Schule, lernt nicht viel,
Hat Glück bei Weibern und im Spiel,
Nimmt eine Frau sich, eine schöne,
Erzeugt mit ihr zwei kluge Söhne,
Hat Appetit, kriegt einen Bauch,
Und einen Orden kriegt er auch,
Und stirbt, nachdem er aufgespeichert
Ein paar Milliönchen, hochbetagt;
Obgleich ein jeder weiß und sagt:
Er war mit Dummerjan geräuchert!

Ein stiller, warmer Sommertag,
Im Kahn wir zwei auf glatter Flut,
Ganz leise tönt Dein Ruderschlag,
Wie gut das tut. -
Wir schweigen, Du nur lächelst leis',
So frei wird mir zumut,
Dein Lächeln, das versteht und weiß,
Wie gut das tut.
Ganz fern entschwindet uns das Land,
Ins Uferlose gleiten wir,
Du hältst das Ruder in der Hand,
Ich danke Dir.